7 Schritte aus den emotionalen Herausforderungen einer Trennung

„Wie soll ich nur ohne meinen Expartner weiter leben? Wie soll ich die Trennung jemals überwinden?
Wir waren doch so ein gutes Team! Ich fühle diese Leere, die Tage scheinen nicht zu vergehen.
Ich spüre immer noch diese Verbundenheit, und das soll nun vorbei sein?“

Ohja, der Schmerz nach einem Beziehungsende scheint unüberwindbar zu sein. Du fragst dich, wie du damit nun umgehen sollst. Du empfindest die Trennung von deinem Partner vielleicht so, als ob dir jemand ein Körperteil amputiert hätte. So verbunden wart ihr. Diese Verbundenheit kannst du tatsächlich noch eine Zeit lang  spüren. 

Stelle dir vor, du liegst mit diesem Gefühl gar nicht so falsch! Hirnforscher haben herausgefunden, dass bei Verliebtheit Hirnareale für Verbundenheit und das Verlangen, mit diesem Menschen zusammen zu sein, aktiviert werden. Diese werden auch bei einer Trennung aktiv. Dadurch ist bei all dem Schmerz über das Beziehungsende auch noch die Verbundenheit zu dem Expartner spürbar.

Zusätzlich bist du körperlich und seelisch fix und fertig. Du bist vielleicht erschöpft oder aufgedreht, zu Tode betrübt, hast keinen Appetit, schläfst schlecht, die Verdauung funktioniert nicht, und so vieles mehr. Kein Wunder! Denn in Studien hat man herausgefunden, dass der Körper durch den Trennungsschmerz die gleichen Hormone ausschüttet wie bei Stress. 

Du fühlst dich traumatisiert? Auch das kann vorkommen – du bist nicht die Einzige damit. Manche Menschen entwickeln sogar ein sogenanntes traumakompensatorisches Schema. Das heißt, man erwartet, dass die nächste Beziehung besser wird und dass diese alle Wunden heilt. Sollte diese dann wieder nicht klappen, könnte es sein, dass man jegliches Vertrauen und die Hoffnung auf eine glückliche Partnerschaft verliert. 

Du fragst dich nun sicherlich, wie du derartige Auswirkungen verhindern oder abmildern kannst.
Immerhin möchtest du nach vorne schauen und den Schmerz hinter dir lassen. 

Wir haben einige Tipps für dich zusammengestellt, wie du möglichst rasch und gut aus dem Trennungstief herauskommst.

Folgende 7 Schritte können dich auf einen guten Kurs bringen:

1. Akzeptanz und Widerstand rausnehmen

Du kennst das vielleicht: Solange du Widerstand gegen eine Situation hast, hältst du diese fest.
Mit jedem „Ich will das aber nicht!“ wird es nur noch schlimmer. Und dann, sobald du akzeptierst, dass es so ist und du loslässt, lösen sich die schlechten Gefühle wie von selbst und die Situation beginnt sich zu harmonisieren.

Denke daher auch in dieser schlimmen Zeit daran. Je schneller du akzeptieren kannst, und den Widerstand loslässt, desto schneller kann sich alles zu deinen Gunsten ändern.

Tiefpunkte sind gute Gelegenheiten, Prioritäten neu zu sortieren, und um dein persönliches  Gleichgewicht herzustellen.

Denke daran: Es braucht Zeit, bis Wunden geheilt sind und die Lebenssituation wieder rosiger ist.
Bleib dran! Es lohnt sich!

2. Selbstvertrauen und Selbstliebe

Konntest du Schritt 1 umsetzen?
Dann hast du schon eine Menge Selbstvertrauen bewiesen. Lass dich weiter im Vertrauen treiben – du wirst ankommen und deinen Platz finden.

Die Leere im Herzen, die du fühlst, kannst du mit deiner Selbstliebe ausfüllen. So wirst du auch die richtigen Menschen und Dinge in dein Leben ziehen. 

Sobald du dich selbst liebst und wertschätzt, setzt du automatisch Grenzen und lässt nicht mehr zu, dass man dich schlecht behandelt. Gleichzeitig gewinnst du immer mehr Selbstachtung und Respekt anderer.

Sollte es dir noch schwer fallen, dich voll und ganz anzunehmen und zu lieben, denke immer daran:
Du bist wundervoll, du bist ein großartiger Mensch. Schön, dass es dich gibt!

Frage Freunde oder liebe Verwandte, was sie an dir wertschätzen. Du wirst überrascht sein, wie viele positive Dinge es über dich zu sagen gibt. Auch das kann helfen, deine Selbstliebe zu stärken.

3. Selbstachtung und Selbstfürsorge 

Wenn du dich selbst liebst, dann fällt es dir auch leicht, dich zu achten.
Damit wiederum verbunden ist die Selbstfürsorge. 

Sei gut zu dir – besonders dann, wenn andere es nicht sind.
Sobald du für dich und deine Bedürfnisse selbst sorgen kannst, wirst du immer stärker und unabhängiger von anderen. Das macht attraktiv und gibt vor allem dir ein gutes Gefühl. 

Damit stärkst du deinen Selbstwert. Mit dieser starken Ausstrahlung kann das Leben gar nicht mehr anders, als dich in gute Situationen zu bringen. 

4. Was macht mich glücklich?

Nichts setzt mehr Positives in uns frei als die Verarbeitung des Negativen!

Der schnellste Weg zum Glück: Finde heraus, was dich glücklich macht – tue mehr davon.
Entlarve Dinge, die dir nicht gut tun und entlasse diese aus deinem Leben. Oft ist es nur ein kleiner Schritt zum Glück – indem du einfach alles weglässt, was dir nicht mehr dienlich ist.

Bedenke: Es ist unmöglich, das Glück anderswo zu finden als in dir selbst.

5. Was begleitet mich täglich? Die Macht meiner Gedanken

Wir sind, was wir denken und mit unseren Gedanken formen wir die Welt.

Daher beobachte dich selbst. Was denkst du den ganzen Tag? Sind es schöne, erhellende Gedanken? Oder führst du innere Streitgespräche, denkst an Misserfolg, etc.?

Dir ist vielleicht schon aufgefallen, dass prompt eine Situation eingetreten ist, an die du kürzlich gedacht hast.
Meist sind es jedoch negative Ereignisse, die so rasch eintreten. Pech! So sagt man dann. 

Mittlerweile haben Wissenschaftler herausgefunden, dass dem nicht so ist.
Daher: Denken musst du sowieso. Dann denke doch lieber gleich positiv! Denke an das, was du dir wünschst, was dein Leben schöner macht! Es erfordert – wie bei allem, was man ändern möchte – etwas Übung. Es lohnt sich!

Positiv zu denken bedeutet nicht, dass du immer glücklich und zufrieden sein musst.
Es bedeutet, dass du auch in schweren Zeiten weißt, dass es wieder besser wird.

6. Aussortieren – welche Menschen tun mir gut?

Bevor das Gute dich finden kann, muss das Falsche den Platz frei machen.

Du hast nun deine Selbstliebe und Vertrauen in dich gestärkt. Schon jetzt sind diese Veränderungen auch für andere wahrnehmbar. Manchmal passiert es, dass die Menschen, die nicht mehr zu dir passen, von selbst aus deinem Leben verschwinden. Auch wenn dies manchmal traurig ist, so sei sicher, es ist richtig so. 

Manchmal musst du selbst nachhelfen. Darum gehe in dich, spüre nach, welche Menschen in deinem Umfeld keinen guten Einfluss auf dich haben. Welche Verbindung fühlt sich nicht mehr gut an? Wer raubt dir Energie?

Verabschiede dich in Liebe von diesen Wegbegleitern. So wird der Kreis von wichtigen Menschen kleiner, aber der Wert des Kreises steigt. Du kannst dich bei den richtigen Menschen fallen lassen, vertrauen und dich geborgen fühlen.

Also, lasse dich von Menschen finden, die dir guttun und dir Kraft geben, anstatt bei Menschen zu verweilen, die dir Energie rauben!

7. Loslassen und Neues kreieren

Du kannst die Vergangenheit nicht ändern, aber die Gegenwart. 

Darum verabschiede dich von „hätte, wenn, wäre…“. Lasse alles los, was dich nicht glücklich macht, auch alte Muster und Verhaltensweisen. Denn diese haben dich nicht zum erwünschten Erfolg gebracht.

Sobald du dich änderst, ändert sich die Welt um dich.
Nicht umsonst sagte Gandhi einmal: „Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.“

Richte dich auf deine wunderbare Zukunft aus. Was möchtest du Neues erleben? Wie soll dein Leben ab jetzt verlaufen? Wofür du dich auch entscheidest – sorge dafür, dass es dich glücklich macht! 

All deine Träume können wahr werden, wenn du den Mut hast, ihnen zu folgen.

Wir wünschen dir viel Erfolg dabei!

P.S.: Solltest du dich in einem starken Tief befinden, raten wir dir, dies zusätzlich mit einem Arzt abzuklären.

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